Künstlersozialkasse – Teil 3: Ich wurde abgelehnt?

Ich bin aber Künstler! Warum können die das nicht erkennen?
Abgelehnt! Das liest man nirgendwo so gerne. Wenn man an der KSK gescheitert ist, ärgert man sich oft. Die Begründung ist meist, das die künstlerische Arbeit nicht erkannt werden konnte. Wenn man sich selbst als Künstler oder Pubizist versteht und damit sein täglich Brot verdient, hört man so etwas natürlich nicht gerne. Viele fühlen sich in der Künstlerehre verletzt und beenden Ihre Versuche aufgenommen zu werden. Dabei versucht die KSK im Sinne des Staates nur die Nicht-Künstler herauszufiltern. Wer für ein paar Vereine ein Logo, Visitenkarten und Briefköpfe entworfen hat, der ist noch kein Künstler. Auch kann sich noch keiner Publizist nennen, wenn er in 3 Zeitschriften einen Leserartikel veröffentlicht hat. Zeit und Arbeitspensum ist also ein entscheidender Faktor.

Ich gebe es auf, es klappt ohnehin nicht!
Wenn man an diesem Punkt nun aufgibt, ist man selbst Schuld. Es gilt einen neuen Antrag zu stellen und weitere Nachweise zu erbringen. Hat man erst mit der Tätigkeit begonnen und nur wenige Nachweise, die man sogar bereits alle eingereicht hat, dann muss man am Besten etwas warten und nach einiger Zeit neue Nachweise an die KSK senden. Evtl muss man auch die Wahl der Tätigkeitsbezeichnung anpassen. Ist man nun Webdesigner oder Layouter? Ist man Theaterregisseur oder Schauspieler? Ist man Schriftsteller oder Redakteur? Die Nachweise müssen zum Tätigkeitsfeld passen und nicht evtl. sogar auf eine Nichtkünstlerische Tätigkeit verweisen.

Noch weiter gehen?
Wer sich ganz zu Unrecht abgelehnt fühlt, der kann natürlich auch weitere Schritte gehen und ein Sozialgericht in Anspruch nehmen. Wie meist, kann man sich Recht natürlich erstreiten. Die ist aber in der Regel nur notwendig und sinnvoll, wenn es um neue künstlerische Tätigkeitsfelder geht. So haben bereits vor einiger Zeit die Webdesigner das O.K. für die künstlerische Tätigkeit erhalten und werden seither bei der KSK akzeptiert. Ob dieser Schritt also ratsam ist sollte man sich reichtlich überlegen, den wenn verletzter Stolz auf eine Antragsablehnung zu diesem Schritt führt, kann das schnell zu einer teuren Angelegenheit werden.

Es ist also ratsam sich gut auf den Antrag vorzubereiten. Auf der Webseite der KSK kann man sehr viele Details nachlesen. Im Internet gibt es viele Tipp. Zuletzt gibt es auch recht gut Bücher und Ratgeber die sich damit beschäftigen. Die meisten scheitern schon am Antrag selbst, da sie es nicht schaffen die Daten zusammenzustellen und das Schriftstück abzuschicken. Oder weil Sie aus verletztem Ego die Fehler des ersten Antrags nicht richtig stellen wollen.

Teil 4 der KSK-Serie wird sich noch dem Thema widmen, wenn man von der KSK akzeptiert wird.

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